Rote ICOM-Notfallliste: Verstärkter Kampf gegen illegal gehandelte Kulturgüter aus dem Irak

Cover der deutschen Übersetzung der Emergency Red List

Staatsministerin Böhmer übergibt Tontafel an Botschafter des Irak

Der Internationale Museumsrat ICOM hat für den Irak eine sogenannte Rote Notfall-Liste erarbeitet, die die Strafverfolgungs- und Zollbehörden, aber auch Sammler und Händler weltweit auf illegal gehandelte Kulturgüter aus diesem Land aufmerksam machen soll. Solche Roten Listen enthalten Beispiele von Objekttypen und -kategorien, die besonders gefährdet sind. Angesichts der dramatischen Lage in der Region ist die Rote Liste für den Irak nunmehr überarbeitet und in einer umfassend aktualisierten Fassung neu aufgelegt worden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat die deutsche Übersetzung dieser Emergency Red List of Iraqi Antiquities at Risk ermöglicht, die an diesem Donnerstag im Archäologischen Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin vorgestellt wurde.

3D-Tablet

Computerwissenschaftler aus der Gruppe von Prof. Marc Pollefeys an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich entwickelten ein Programm, mit dem das Erstellen von 3D-Modellen großer Objekte - wie ganzer Gebäude oder bei archäologischen Ausgrabungen - zum Kinderspiel wird. Es berechnet die 3D-Karten in Echtzeit und läuft auf einem neuartigen Tabletcomputer.

Denkmalschutz
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Tutanchamuns Totenmaske

Wissenschaftliche Restaurierung der goldenen Totenmaske des Tutanchamun abgeschlossen

Nachdem sich im Herbst 2014 bei Reinigungsarbeiten der markante Zeremonialbart von der Pharaonenmaske gelöst hatte, stellte sich ein ägyptisch-deutsches Restauratorenteam der Aufgabe, die Maske fachgerecht zu restaurieren und dabei archäologisch-technisch zu analysieren. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen und das Ergebnis kann wieder im Ägyptischen Museum in Kairo besichtigt werden.

Denkmalschutz
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Kindertag auf der Grabung Umm Qays

Bauforscher und Archäologen entwickeln ein neuartiges Programm für Kinder und junge Erwachsene

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) führt zusammen mit dem Institut für Archäologie der Universität Hamburg und Partnern vor Ort in Jordanien neuartige Workshops für Kinder durch, die Natur- und Denkmalschutz miteinander verbinden. Die Programme sollen das Bewusstsein für Umwelt und kulturelles Erbe stärken und sowohl in jordanischen Gemeinden wie auch in Lagern für syrische Flüchtlinge angeboten werden.

Aus aller Welt
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Keine Zeit für Ausgrabungen

Verband der Landesarchäologen kritisiert geplante Außerkraftsetzung des Verursacherprinzips in Niedersachsen

In einem Brief an den Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Stephan Weil, hat sich der Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (VLA) gegen den Entwurf der Fraktionen von SPD und Grünen für ein Niedersächsisches Flüchtlingsunterbringungserleichterungsgesetzes (NFUEG) ausgesprochen.

Denkmalschutz
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Überreste des römischen Wachturms in Schwaderloch

Im Sommer 2014 lancierte die Kantonsarchäologie Aargau ein auf mehrere Jahre angelegtes Forschungs- und Restaurierungsprojekt. Die Kette der denkmalgeschützten, spätantiken Wachtürme entlang des Rheinwanderwegs soll dabei in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Standortgemeinden und der Vindonissa-Professur in ihrem kulturgeschichtlichen Zusammenhang neu präsentiert werden.

Denkmalschutz
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Angesichts der systematischen Zerstörung von Kulturerbestätten in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens setzt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein Zeichen der besonderen Art. Am kommenden Montag werden Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums, im Berliner Archäologischen Zentrum eine Inschrift des babylonischen Herrschers Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.) an den Botschafter der Republik Irak, Dr. Hussain M. Fadhlalla Alkhateeb übergeben.

Denkmalschutz
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Transport der Totenmaske des Tutanchamun

Restaurierung und technologische Untersuchung

Im Januar 2015 ging die Nachricht durch die Presse, dass die weltberühmte Totenmaske des Ägyptischen Pharao Tutanchamun beschädigt wurde - der markante Pharaonenbart war abgefallen. Nachdem er zunächst provisorisch wieder befestigt worden war, soll die Maske nun mit modernsten Methoden untersucht und endgültig zusammengefügt werden. Für die Durchführung der Arbeiten wurde die Totenmaske am 10. Oktober 2015 vorübergehend in eine eigens dafür ausgerüstete Werkstatt am Ägyptischen Museum in Kairo verbracht.

Forschung
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Team der Sommerakademie besucht die Ausgrabungen

Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT hat sich im vergangenen Jahr des größten Gräberareals von Pompeji angenommen. Die Nekropole vor der Porta Nocera ist letzte Ruhestätte für zahlreiche bedeutende Familien der antiken Stadt. Diese Grabmäler stehen nun im Mittelpunkt der ersten internationalen Sommerakademie. Bis zum 4. November wird eine internationale Gruppe aus Nachwuchsforschern und -restauratoren unter Anleitung von international renommierten Experten angemessene Restaurierungstechniken entwickeln und durchführen, um das Weltkulturerbe dauerhaft zu erhalten.

Denkmalschutz
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Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission fordert: Kulturelle Zerstörung im Nahen Osten stoppen

Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission am 17. und 18. September 2015 in Regensburg fordert die Präsidentin der Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, Notfallmaßnahmen zum Schutz des UNESCO-Welterbes unverzüglich auszuweiten.

Denkmalschutz
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Teilnehmer der Tagung in Münster

Über 200 Denkmalpfleger und Juristen diskutierten in Münster über den Schutz des kulturellen Erbes

Wie können wir unser kulturelles Erbe mit Gesetzen schützen? Wozu ist der Eigentümer eines Denkmals verpflichtet? Wer muss die Kosten für archäologische Grabungen übernehmen, wenn ein Bodendenkmal durch Baumaßnahmen zerstört wird? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung »Quo vadis Denkmalrecht? Kulturerbe zwischen Pflege und Recht«, die am heutigen Freitag zu Ende ging.

Denkmalschutz
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