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Nachrichten aus der Archäologie

Alte DNA an Höhlenwänden nachgewiesen

Vielfarbige Höhlendecke von Altamira

Menschliche DNA kann Jahrtausende an Höhlenwänden überdauern und gibt Einblicke in prähistorische menschliche Aktivitäten - auch ohne Ausgrabungen

Ein Forschungsteam hat erstmals nachgewiesen, dass alte menschliche DNA über Tausende von Jahren an Höhlenwänden erhalten bleiben kann. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, prähistorische menschliche Aktivitäten zu erforschen.

Schädel weiblicher Homo naledi: Neo und DH3
Alle Homo naledi-Fossilien in einer Höhle könnten weiblich gewesen sein

Proteinanalyse wirft weitere Fragen auf, wie die Homo naledi-Knochen tief unter die Erde gelangten

Ein Forschungsteam untersuchte 23 Zähne von mindestens 20 Individuen des ausgestorbenen Menschenverwandten Homo naledi und fand keine männlichen Proteinmarker. Vermutlich handelt es sich ausschließlich um weibliche Individuen. Die Fossilien wurden in einer Kammer tief in einem Höhlensystem in Südafrika entdeckt. Wie sie dorthin gelangten, ist bis heute ungeklärt – doch die Ergebnisse könnten neue Hinweise zur Lösung dieses Rätsels liefern. Weiterlesen
| Forschung
Junge mit Hund in der Mongolei
Mensch und Hund sind weltweit enger verbunden als gedacht
Eine neue Studie eines internationalen Forschungsteams unter der Leitung der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig zeigt verblüffende Gemeinsamkeiten in der Interaktion zwischen Menschen und Hunden in sehr unterschiedlichen Gesellschaften. Weiterlesen
| Aus aller Welt
Taucher in der Ostsee
Internationales Forscherteam untersucht Schiffswracks
Ein internationales Tauchteam hat in der vergangenen Woche eines der bedeutendsten Unterwasserdenkmale vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns untersucht. Zwischen den Inseln Rügen und Usedom liegen am Eingang des Greifswalder Boddens rund ein Dutzend versenkte Handelsschiffe aus dem 17. Jahrhundert auf dem Grund der Ostsee. Archäologen des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LAKD) konnten aber auch zwei schwedische Kriegsschiffe lokalisieren, die im Jahr 1714 Opfer des Eisgangs wurden. Weiterlesen
| Kulturerbe
Kurz notiert

REMAPP - Afrikanische Museumsgeschichte neu erzählen

Prof. Dr. Bénédicte Savoy

Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Bénédicte Savoy von der Technischen Universität Berlin erhält einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats für das Forschungsprojekt "REMAPP – Rearticulating Museums: Historical African Practices of Preservation and the Future of Stewardship". Das mit rund 2,5 Millionen geförderte Vorhaben untersucht, welche historischen Formen des Sammelns, Bewahrens, Präsentierens und Aktivierens materieller Kultur in afrikanischen Gesellschaften existierten und wie diese Praktiken das Verständnis von Museen weltweit verändern können.

Errichtung des Legionslagers Castra Regina (Modell im Historischen Museum Regensburg)
Wie Stein Geschichte speichert. Neues ERC-Projekt „ConstruEnS“ entschlüsselt römische Monumentalbauten als Quellen
Wie prägten Bauprojekte die Entwicklung des Römischen Reiches? Welche Auswirkungen hatten sie auf Umwelt, Ressourcenmanagement und gesellschaftliche Strukturen? Und welche Rolle spielten monumentale Bauwerke bei der Organisation eines der größten Imperien der Weltgeschichte? Diesen grundlegenden Fragen widmet sich ein neues interdisziplinäres und überregionales Forschungsprojekt des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) und weiterer Institutionen, das in den kommenden fünf Jahren durch einen „ERC Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrats mit knapp 2,5 Millionen Euro gefördert wird. Weiterlesen
| Forschung
Altstadt von Damaskus (Digitales Höhenmodell)
Wissen sichern, Erbe schützen: Kulturerhalt in Damaskus und Palmyra

GIS-Projekte und digitale Zukunft für das syrische Kulturerbe

Ende Mai 2026 war der syrische Antikendirektor Dr. Masaoud Badawi zu Gast am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin. Im Mittelpunkt standen der weitere Fortgang der schrittweise wiederaufgenommenen DAI-Aktivitäten in Syrien sowie die Vertiefung der deutsch-syrischen Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerhalts. Bereits 2016 hatte das DAI auf die massiven Zerstörungen in Syrien und im Irak reagiert und das Archaeological Heritage Network initiiert. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt finanzierten Projektreihe Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise bereitete sich das DAI gemeinsam mit Partnern systematisch auf den Zeitpunkt eines möglichen Wiederaufbaus vor. Weiterlesen
| Kulturerbe

Die neuesten Artikel

Zwischen Bronze und Stahl
Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen.
ForschungSüdeuropaPortugalSpanienUrgeschichteBronzezeitEisenzeitExperimentelle ArchäologieTechnologie
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Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
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