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Nachrichten aus der Archäologie

Neandertaler könnten Birkenpech zur Behandlung von Wunden genutzt haben

Birkenpech-Experiment

Forschende der Universität Köln, Oxford, Lüttich sowie der kanadischen Cape Breton University haben für eine neue Studie Birkenpech mit Methoden hergestellt, die schon Neandertaler nutzen, um dessen antibakterielles Potenzial zu analysieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits Neandertaler das Birkenpech neben der Werkzeugherstellung auch für medizinische Zwecke genutzt haben könnten.

Schädel Ottos des Großen wird im Computertomographen untersucht
Der Körper des Kaisers. Identität der sterblichen Überreste aus dem Sarkophag Ottos des Großen bestätigt
Seit 2025 steht das Grabmal Kaiser Ottos I. im Magdeburger Dom im Mittelpunkt eines umfangreichen Dokumentations- und Konservierungsprojektes. Nach der Öffnung des Grabes widmet sich eine multidisziplinäre Forschergruppe der Untersuchung der sterblichen Überreste aus der Grablege. Besonders bedeutend sind die Ergebnisse archäogenetischer Analysen, die belegen, dass es sich bei den sterblichen Überresten aus dem Magdeburger Grabmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Gebeine Kaiser Ottos I. handelt. Weiterlesen
| Funde & Befunde
Waldelefanten
Jagdbeute der Neandertaler: Riesige Elefanten wanderten Hunderte Kilometer durch das eiszeitliche Europa
Fossile Zähne können erstaunlich viele Informationen bewahren, weil Zahnschmelz langsam wächst und Schicht für Schicht Daten über die Umwelt speichert. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Allianz der Rhein-Main-Universitäten konnte jetzt die Lebensgeschichte vier Europäischer Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus) anhand der Analyse ihrer Zähne rekonstruieren. Die Elefanten – deutlich größer als heutige Arten – waren die größten Landsäugetiere des prähistorischen Europas und lebten während der letzten Warmzeit vor rund 125.000 Jahren. Eine Studie von 2023 hatte gezeigt, dass sie zur Jagdbeute von Neandertalern gehörten. Weiterlesen
| Forschung
Bronzezeitliche Verfüllung der Felsspalten
Hohenaschau früher besiedelt als bisher bekannt
Spuren aus einer unerwartet frühen Epoche kamen kürzlich bei Grabungen im Innenhof von Schloss Hohenaschau (Lkr. Rosenheim) zum Vorschein: Direkt auf dem mächtigen Kalkfelsen über dem Priental wurde Keramik entdeckt, die bis in die Bronzezeit (ab etwa 2300 v. Chr.) zurückreicht. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

"KI und alte Sprachen sind kein Widerspruch"

Abschrift eines Prozessprotokolls mit Korrekturen in roter Tinte

ÖAW entwickelt Altgriechisch-KI "Apollo" mit Mistral und Reply

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) arbeitet gemeinsam mit den KI-Unternehmen Mistral AI und Sail Reply an der Entwicklung eines Large Language Modells (LLM) für Altgriechisch: Apollo, benannt nach dem griechischen Gott des Lichts und Schutzgott der Künste und Wissenschaften, wird die Forschung an altgriechischen Texten vorantreiben. Das Modell wird fortschrittliche Textsuche und automatischen Lückenschluss in Hunderttausenden von bislang unerschlossenen Papyri und Inschriften unterstützen, sodass die präzise Erfassung von Inhalten in Stunden statt in Jahren möglich wird. Die ÖAW und ihre Partner leisten damit Pionierarbeit, denn LLMs befassten sich bislang noch nicht mit einer sich im Laufe der Zeit wandelnden historischen Sprache und der Rekonstruktion stark beschädigter antiker Texte.

Gletscher auf der Weißseespitze
Ötztaler Alpen: 6.000 Jahre altes Gletscherarchiv schmilzt rasant
Ein 6.000 Jahre altes Gletscherarchiv auf der Weißseespitze schmilzt rasant: Seit 2019 halbierte sich die Eismenge. Forschende warnen vor dem Verlust wertvoller Klimadaten – ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Eis zu retten. Weiterlesen
| Forschung
Kaiser Augustus
Studienpreise für Denkmalpflege und Archäologie 2026
Mit einer feierlichen Preisverleihung in der VGH Stiftung in Hannover werden am 11. Mai zum vierten Mal die Studienpreise für Denkmalpflege und Archäologie vergeben. Die beiden Fördervereine des NLD, die Gesellschaft für Denkmalpflege in Niedersachsen e.V. und der Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V., haben sie gemeinsam mit der Architektenkammer Niedersachsen, den Freunden der Archäologie im Braunschweiger Land e.V. und dem Niedersächsische Landesverein für Urgeschichte e.V. sowie in Kooperation mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH Stiftung ins Leben gerufen, um herausragende Studienarbeiten in den jeweiligen Bereichen auszuzeichnen. Fachjurys aus Wissenschaft und Amtsdenkmalpflege haben über die Preisvergaben entschieden. Weiterlesen
| Forschung

Die neuesten Artikel

Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
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Ältester Stahl auf der Iberischen Halbinsel
Die bronze- und eisenzeitlichen Stelen aus dem Westen der Iberischen Halbinsel gehören zu den ausdrucksstärksten symbolischen Zeugnissen der frühen Gesellschaften Westeuropas. Trotz jahrzehntelanger Forschung sind Fragen zu ihrer Chronologie und Bedeutung, insbesondere zu ihrer Herstellungsweise, noch offen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Projekt "Die iberischen Stelen der Spätbronzezeit: Ikonographie, Technologie und Wissenstransfer zwischen Atlantik und Mittelmeerraum" will diese Fragen durch einen multidisziplinären Ansatz, der explizit auch die experimentelle Archäologie einbezieht, beantworten.
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