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Nachrichten aus der Archäologie
Mobilität in der Spätantike
Westgotische und vandalische Verbände ziehen nach Italien und erobern Rom, die Hunnen verbreiten auf ihren Kriegszügen durch Westeuropa Angst und Schrecken, die Franken dehnen ihren Herrschaftsbereich nach Süden aus – das 5. Jahrhundert war in Europa eine Epoche tiefgreifender, oft gewaltsamer Umbrüche und gleichzeitig großer Mobilität. Einen individuellen Fall dieser Mobilität konnten Forschende des Instituts für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) jetzt im Gräberfeld von Fallward im heutigen Landkreis Cuxhaven nachweisen. Weiterlesen
| Funde & Befunde
| Funde & Befunde
Kälte ohne Folgen? Kurzfristige Klimaschwankungen beeinflussten frühe Bauern offenbar weniger als bislang angenommen
Die Ausbreitung der Landwirtschaft nach Europa gilt als einer der tiefgreifendsten Umbrüche der Vorgeschichte. Doch warum kam diese Entwicklung in Südosteuropa für mehrere Jahrhunderte nahezu zum Stillstand? Eine häufig diskutierte Erklärung sind kalte klimatische Bedingungen. Eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) zeigt nun: Am griechischen Fundplatz Franchthi lässt sich keine extreme Kälte nachweisen, und ein Zusammenhang zwischen den lokalen Klimaschwankungen und der Wirtschaftsweise der Menschen ist statistisch nicht erkennbar. Weiterlesen
| Forschung
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Archäologische Grabungen geben Einblicke in die historische Wasserversorgung der Wilstermarsch
Ein Brunnen aus Torfsoden, wohl vor mehr als 300 Jahren angelegt, zählt zu den besonderen Befunden der diesjährigen archäologischen Grabungen in Büttel, Kreis Steinburg. Die Untersuchung zeigt, mit welchen Mitteln die Menschen in der Wilstermarsch ihre Wasserversorgung sicherten, lange bevor die Höfe der Region an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen wurden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
| Ausgrabungen
Kurz notiert
Gemeinsames römisches Erbe wird erlebbar
Deutsche und niederländische Partner machen in einem neuen Projekt die gemeinsame römische Vergangenheit sichtbar. Seit dem 1. Oktober 2026 bündeln sie ihre Kräfte für dieses innovative Vorhaben. Das Team erschafft bis Mitte 2029 eine digitale Infrastruktur, die unterschiedliche Elemente der römischen Kulturlandschaft durch erweiterte und virtuelle Realitäten (AR/VR) zum Leben erweckt. Dazu gehören Teile des UNESCO-Welterbes "Niedergermanischer Limes" mit seinen militärischen Grenzsicherungen sowie zivile Städte, Bestattungsplätze und Heiligtümer. Sie erlauben tiefe Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren. Weiterlesen
| Kulturerbe
| Kulturerbe
Altägyptische Einbalsamierung: Neue Erkenntnisse aus Molekülanalysen und historischen Schriftquellen
Welche Materialien verwendeten die alten Ägypter zur Einbalsamierung ihrer Verstorbenen? Und wie lässt sich die Zusammensetzung dieser Stoffe noch Jahrtausende später rekonstruieren? Um diese Fragen zu untersuchen, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Philipps-Universität Marburg moderne Naturstoffanalytik mit Ägyptologie und Pharmaziegeschichte verbunden. Weiterlesen
| Aus aller Welt
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