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Nachrichten aus der Archäologie

Rehgeweihkopfschmuck belegt Kontakte zwischen Wildbeutern und frühen Ackerbauern

»Schamanin« von Bad Dürrenberg

Mitteldeutschland gehört zu den Gegenden, in denen bereits ab der Mitte des 6. Jahrtausends vor Christus frühe Bauern die mittelsteinzeitlichen Wildbeuter von den fruchtbaren Lössböden nach Norden verdrängten. Bald nach der Einwanderung kam es jedoch auch zu Austausch zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen. Das LDA Sachsen-Anhalt untersucht mit der Siedlung von Eilsleben (Landkreis Börde) einen Schlüsselfundplatz zum Verständnis dieser Zeit. In einer kürzlich erschienenen Studie werden neue Erkenntnisse zu einem Altfund aus der Siedlung vorgestellt: Ein Rehgeweihkopfschmuck hat seinen besten Vergleich im bedeutend älteren mittelsteinzeitlichen Grab der ›Schamanin‹ von Bad Dürrenberg.

Schwertknauf aus Nördlingen
Materialanalysen geben Aufschluss über Handwerkskunst im Süddeutschland der mittleren Bronzezeit

Nördlinger Bronzeschwert an Berliner Röntgenquelle untersucht

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) hat ein besonderes Fundstück aus der mittleren Bronzezeit nach Berlin geschickt, um es mit modernsten Methoden zerstörungsfrei zu untersuchen: Es handelt sich um ein mehr als 3400 Jahre altes Bronzeschwert, das 2023 im schwäbischen Nördlingen bei archäologischen Grabungen zutage trat. Weiterlesen
| Forschung
Bronzefunde aus Möriken-Wildegg
Prähistorisches Kupfer aus Zypern in Möriken

Analyse von 3.400 Jahre altem Kupfer liefert Belege für den eurasischen Fernhandel

Acht unscheinbare Metallobjekte aus einer Rettungsgrabung der Kantonsarchäologie in Möriken-Wildegg (Kanton Aargau) im Jahr 2021 entpuppen sich als bronzezeitliche Kupferbarren. Metallanalysen an den Funden belegen verschiedene Herkunftsorte des Kupfers, darunter die östlichen und südlichen Alpen. Überraschend war der Nachweis von Kupfer aus Zypern. Weiterlesen
| Archäometallurgie
Durchbruch Apsis
Neue Funde im MiQua in Köln
In den vergangenen Monaten haben die baubegleitenden Ausgrabungen der Stadt Köln im Vorfeld des Baus des unterirdischen Rundgangs des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) große Fortschritte erzielt. Durch die stellenweise sehr tiefe Lage des Rundgangs konnten bei den Arbeiten Baureste freigelegt werden, die im archäologischen Alltag normalerweise nicht erhalten sind, da sie durch spätere Baumaßnahmen zerstört wurden. In diesem besonderen Fall waren die römischen Baureste jedoch bereits früh in römischer Zeit aufgrund ihrer Lage an und unter der ehemaligen Rheinhangkante durch Anschüttungen überdeckt worden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Auszeichnung für Erforschung des steinzeitlichen Lebens in der Vogelherdhöhle

Benjamin Schürch

Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht an Benjamin Schürch – Erkenntnisse aus dem Zeitraum der frühen Ausbreitung moderner Menschen über Zentraleuropa

Kalkriese-Projekt: Präsentation der Ergebnisse
Forschungsprojekt »Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« erfolgreich abgeschlossen

Zwei Dissertationen bringen frische Erkenntnisse zur Varusschlacht

Das von der VolkswagenStiftung geförderte Projekt »Kalkriese als Ort der Varusschlacht? – eine anhaltende Kontroverse« konnte mit zwei Doktorarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben sich zwei Wissenschaftlerinnen auf ganz unterschiedliche Weise mit den Funden aus Kalkriese beschäftigt. Weiterlesen
| Forschung
Plan des römischen Nida
Kultbezirk im Herzen des römischen Nida wird weiter erforscht: Forschungsteam wirbt mehr als eine Million Euro ein
Zwischen 2016 und 2022 konnten in der Frankfurter Nordweststadt auf einer Fläche von knapp einem halben Hektar große Teile des Kultbezirks der antiken römischen Stadt Nida entdeckt und ausgegraben werden. Um die Ergebnisse dieser Ausgrabung eingehend wissenschaftlich auswerten zu können, haben das Archäologische Museum Frankfurt, die Goethe-Universität und die Universität Basel gemeinsam Mittel über eine Million Euro eingeworben. Weiterlesen
| Forschung

Die neuesten Artikel

Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
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Ältester Stahl auf der Iberischen Halbinsel
Die bronze- und eisenzeitlichen Stelen aus dem Westen der Iberischen Halbinsel gehören zu den ausdrucksstärksten symbolischen Zeugnissen der frühen Gesellschaften Westeuropas. Trotz jahrzehntelanger Forschung sind Fragen zu ihrer Chronologie und Bedeutung, insbesondere zu ihrer Herstellungsweise, noch offen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Projekt "Die iberischen Stelen der Spätbronzezeit: Ikonographie, Technologie und Wissenstransfer zwischen Atlantik und Mittelmeerraum" will diese Fragen durch einen multidisziplinären Ansatz, der explizit auch die experimentelle Archäologie einbezieht, beantworten.
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