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Nachrichten aus der Archäologie

Konstanz: Mittelalterliches Schiff in einer Kellerdecke untersucht

Mittelalterliche Schiffsbohlen in der Konstanzer Kellerdecke

Neue Erkenntnisse zum mittelalterlichen Schiffsbau und zur Schifffahrtsgeschichte der Bodenseeregion

Während ein Keller in der Konstanzer Konradigasse aus dem Jahr 1244 bauhistorisch untersucht wurde, kam ein ungewöhnlicher Befund zutage: Bei der Kellerdecke handelt es sich um Teile eines mittelalterlichen Schiffes. Die Untersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege verspricht außergewöhnliche Erkenntnisse zur Schifffahrtsgeschichte der Region.

Freilegung eines Urnengrabes
In die Höhe gewohnt. Archäologische Untersuchungen an einem Siedlungshügel bei Groß Rosenburg, Sachsen-Anhalt
Wohnen Menschen kontinuierlich über lange Zeit an demselben Platz, so können sich Abfälle, der Schutt von Häusern usw. schichtenweise zu regelrechten Wohnhügeln auftürmen. Bei Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Groß Rosenburg im Salzlandkreis konnte nun ein solcher Wohnhügel dokumentiert werden, der sich einst über ungefähr acht Hektar erstreckt hatte und über mehrere tausend Jahre immer wieder als Siedlungsplatz genutzt wurde. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Basislager unterhalb des Ararat-Gipfels
Deutsch-türkisches Forschungsteam erkundet schrumpfenden Ararat-Gletscher als Klima- und Umweltarchiv
Ein deutsch-türkisches Team hat auf über 5.000 Metern erstmals den Gletscher des Ararat vermessen. Unter dem schmelzenden Eis könnte ein einzigartiges Klima- und Kulturarchiv liegen, das Jahrtausende zurückreicht. Nun suchte das Team die beste Stelle, um dort künftig Eisbohrkerne zu gewinnen. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Fußabdruck eines Paranthropus boisei
Fossile Fussabdrücke eines 1,4 Millionen Jahre alten Menschenverwandten
Eine neue Studie dokumentiert eine Reihe fossiler Fußspuren, die das "fossile Verhalten" einer frühen Homininen-Gruppe an einem Seeufer im Norden Kenias vor rund 1,4 Millionen Jahren festhalten. Weiterlesen
| Forschung
Kurz notiert

Katerina Harvati erhält den Albert Einstein World Award for Science

Katerina Harvati

Professorin Katerina Harvati vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie und dem Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen wird mit dem Albert Einstein World Award for Science 2026 des World Cultural Council ausgezeichnet. Der Council erkennt ihre Forschungsarbeit als weltweit führende Paläoanthropologin an, die das Verständnis vom Ursprung des Menschen grundlegend verändert habe. So habe sie unter anderem neue Techniken begründet wie die virtuelle Anthropologie und die Geometrische Morphometrie, die quantitative Vergleiche biologischer Formen zulässt sowie auch virtuelle Rekonstruktionen aus Fossilienfragmenten. Ihre Arbeit hat Licht auf lange offene Fragen der Evolution und Anpassungen ausgestorbener Menschenarten geworfen und das Verständnis über die Ausbreitung der frühen modernen Menschen revolutioniert.

Online-Ausstellung Gadara/Umm Qays
Digitale Ausstellung zu 40 Jahren jordanisch-deutscher Zusammenarbeit online
Die digitale Ausstellung »Partner für das Kulturerbe in Gadara/Umm Qays. 40 Jahre jordanisch-deutsche Initiativen« ist ab sofort über die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) weltweit frei zugänglich. Die Ausstellung zeigt, wie das Deutsche Archäologische Institut (DAI) gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern seit vielen Jahren daran arbeitet, materielles und immaterielles Kulturerbe in Jordanien zu bewahren. Weiterlesen
| Aus aller Welt
SS-Sarkophag für den vermeintlichen Schädel König Heinrichs I.
König Heinrich I. und der ›Schädelkult‹ der SS. Neue Studie erhellt dunkles Kapitel der Archäologie
1936 entwickelten Heinrich Himmler und die SS Pläne, die St.-Servatii-Kirche zu Quedlinburg in eine nationale Weihestätte umzugestalten. Im Zentrum sollten die Gebeine des Königs Heinrich I. stehen, den man als ideologischen Vorläufer des NS-Regimes präsentieren wollte. In der Folge angestellte Ausgrabungen führten zur angeblichen Entdeckung der sterblichen Überreste des Königs. Der Grabungsbericht galt allerdings lange Zeit als verschollen. Eine neue Studie gibt nun Antworten zu den offenen Fragen. Weiterlesen
| Wissenschaftsgeschichte

Die neuesten Artikel

Zwischen Bronze und Stahl
Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen.
ForschungSüdeuropaPortugalSpanienUrgeschichteBronzezeitEisenzeitExperimentelle ArchäologieTechnologie
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Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
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