Entdecken Sie Archäologie neu!

Nachrichten aus der Archäologie

„Magisches“ Artefakt: Heidelberger Forscher entziffern antike Fluchtafel

Heerlener Fluchtafel

Das Fundstück aus dem römischen Niedergermanien trägt eine seltene griechische Inschrift mit einem Bindezauber gegen Feinde.

Illustration: Neandertaler- und Homo-sapiens-Kind
Waren Neandertaler wirklich so anders als wir?
Neue Fossilienfunde zeigen: Die frühkindliche Entwicklung verlief erstaunlich ähnlich wie beim modernen Menschen. Weiterlesen
| Forschung
Bestattung in schnurkeramischer Ofengrube
Ein Toter in der Ofengrube
Im Vorfeld des Baus der künftigen Stromtrasse SuedOstLink finden derzeit in enger Abstimmung mit dem Netzbetreiber 50Hertz archäologische Untersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt statt. Nun ist bei Gerstewitz, Burgenlandkreis, eine außergewöhnliche Bestattung in einer Ofengrube der Schnurkeramik (etwa 2900-2050 v. Chr.) entdeckt worden. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Ausgrabungsbefund der Massendeponierung
Kopflose Skelette eröffnen neue Einsichten in bäuerliche Gesellschaften vor 7.000 Jahren
Dutzende menschliche Skelette, scheinbar wahllos über- und nebeneinander liegend, denen auch noch der Schädel fehlt – was Forschende seit 2022 in einer 7000 Jahre alten Siedlung nahe der heutigen Ortschaft Vráble in der Slowakei fanden, wirkt auf den ersten Blick erschreckend. Sind die kopflosen Skelette Spuren eines jungsteinzeitlichen Massakers, grauenvolle Indizien für eine Krise der damaligen Gesellschaft? Erste Knochenuntersuchungen und die Zusammenfassung der bisherigen Grabungsergebnisse deuten in eine andere Richtung. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Wissen sichern, Erbe schützen: Kulturerhalt in Damaskus und Palmyra

Altstadt von Damaskus (Digitales Höhenmodell)

GIS-Projekte und digitale Zukunft für das syrische Kulturerbe

Ende Mai 2026 war der syrische Antikendirektor Dr. Masaoud Badawi zu Gast am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin. Im Mittelpunkt standen der weitere Fortgang der schrittweise wiederaufgenommenen DAI-Aktivitäten in Syrien sowie die Vertiefung der deutsch-syrischen Zusammenarbeit im Bereich des Kulturerhalts. Bereits 2016 hatte das DAI auf die massiven Zerstörungen in Syrien und im Irak reagiert und das Archaeological Heritage Network initiiert. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt finanzierten Projektreihe Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise bereitete sich das DAI gemeinsam mit Partnern systematisch auf den Zeitpunkt eines möglichen Wiederaufbaus vor.

Céline Tomczyk, Preisträgerin des Europäischen Archäologiepreises
Europäischer Archäologiepreis Joseph Déchelette fördert zum sechsten Mal exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs
Während der Europäischen Archäologietage vom 12. bis 14. Juni 2026 wurde in Roanne, Frankreich, ein Preis verliehen, der die Forschungsleistungen von Nachwuchswissenschaftler*innen würdigt. Die diesjährige Preisträgerin des »Prix européen d' archéologie Joseph Déchelette« ist die Französin Dr. Céline Tomczyk. Neben dem Fördergeld von 10.000 Euro steht der Preisträgerin die wissenschaftliche Infrastruktur mehrerer europäischer Partnerinstitutionen zur Verfügung, darunter des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) in Mainz. Weiterlesen
| Personalia
Archäologie-Preis
Ausschreibung des „Archäologie-Preises Baden-Württemberg“ 2026

Einreichungen sind bis 30. Juni möglich

Der Archäologie-Preis Baden-Württemberg geht in die nächste Runde: Bis Ende Juni werden Vorschläge für die Auszeichnung engagierter ehrenamtlicher Archäologinnen und Archäologen entgegengenommen. Die Preisverleihung findet im November 2026 in Stuttgart statt. Weiterlesen
| Personalia

Die neuesten Artikel

Zwischen Bronze und Stahl
Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit gilt als eine der tiefgreifendsten technologischen Umbruchsphasen der europäischen Urgeschichte. Lange wurde dieser Wandel als vergleichsweise klarer Bruch verstanden: Bronze verliert an Bedeutung, Eisen setzt sich allmählich durch. Neuere Forschungen zeichnen jedoch ein deutlich differenzierteres Bild, in dem alte und neue Werkstoffe über längere Zeit parallel genutzt, angepasst und weiterentwickelt wurden. Zwei aktuelle Studien aus der westlichen Iberischen Halbinsel liefern hierzu neue, sich ergänzende Einblicke - ausgehend von einem einzelnen Werkzeugfund bis hin zu monumentalen Steinskulpturen.
ForschungSüdeuropaPortugalSpanienUrgeschichteBronzezeitEisenzeitExperimentelle ArchäologieTechnologie
Lesen
Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
Lesen
Finanzierung dieser Seiten in 2026
  • 100%
    80%
    60%
    40%
    20%
    0%
  • 4500
    Kosten
    57,5%
    2586 € finanziert