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Nachrichten aus der Archäologie

Ein mittelalterliches Radkreuz und seine Gussform: Einzigartiger Fund zur frühen Christianisierung Brandenburgs

Bronzenes Radkreuz (10./11. Jh.)

Ein im Havelland entdecktes Bronzeradkreuz aus dem 10./11. Jahrhundert passt exakt zu einer bereits seit über 40 Jahren bekannten Gussform aus Spandau. Der Fund liefert seltene Einblicke in frühe christliche Symbolik und Handwerksnetzwerke.

Rekonstruiertes Lebensbild eines Skythen
Zahnstein gibt Einblick in die Ernährung der Skythen
Forschende haben die Ernährung eines bedeutenden Nomadenvolkes der osteuropäischen Geschichte entschlüsselt. Durch Analyse von Zahnstein liefern sie den ersten direkten Nachweis, dass zum Speiseplan der Skythen die Milch von verschiedenen Wiederkäuern und von Pferden gehörte. Weiterlesen
| Forschung
Plan der neolithischen Siedlung von Eilsleben
Neue Untersuchungen zu den ersten Bauern in Mitteldeutschland

Die Siedlung von Eilsleben, Lkr. Börde

1974-1989 fanden bei Eilsleben archäologische Untersuchungen in einer rund 7500 Jahre alten Siedlung der ersten Bauern in Mitteleuropa statt. Die Siedlung ist unter den größten ihrer Zeit und liegt an der nördlichen Peripherie der bandkeramischen Welt. Sie bietet eine einmalige Möglichkeit, die Interaktionen der frühesten einwandernden Bauern mit der wildbeuterischen Vorbevölkerung zu untersuchen. Im Zentrum neuer Ausgrabungen, die seit 2024 als Zusammenarbeit des Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt mit der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und der Freien Universität Berlin stattfinden, steht zudem die Frage nach einer frühen Befestigung des Siedlungsplatzes. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Römische Münzen aus dem Marschlager
Erste römische Marschlager in Sachsen-Anhalt entdeckt
Aus historischen Quellen sind mehrere Vorstöße römischer Legionen bis an die Elbe bekannt. Bislang fehlten vom Gebiet Sachsen-Anhalts jedoch handfeste Beweise für die überlieferten Feldzüge. Zu erwarten waren insbesondere die hochstandardisierten Marschlager, die das römische Militär täglich nach Erreichen des Marschziels anlegte. Forschungen am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt haben nun erstmals Belege für römische Marschlager erbracht. Es handelt sich um die bislang nordöstlichsten römischen Lager im freien Germanien – eine archäologische Sensation, die wesentlich dem Einsatz ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger und moderner Fernerkundungstechnik zu verdanken ist. Weiterlesen
| Ausgrabungen
Kurz notiert

Antike Spuren entdecken und verstehen

Prof. Dr. Manuel Baumbach

Die Antike und ihre Rezeption verstehen und erforschen, ganz ohne Latein- und Griechischkenntnisse? Der neue Studiengang „Classics“ an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) bietet dazu eine einzigartige Möglichkeit.

Holzdecke der Moschee des 10. Jahrhunderts
Projekt zu den Decken und Dachwerken der Moschee-Kathedrale von Córdoba genehmigt
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt Mittel zur Dokumentation und Untersuchung des ältesten umfänglichen Bestandes an Dachhölzern in Europa zur Verfügung. Weiterlesen
| Kulturerbe
Kooperationspartner mit unterschriebenen Verträgen
Neue Forschungskooperation zur Geschichte des Salzabbaus am Dürrnberg
Salzburg trägt seinen Namen nicht umsonst – der Salzabbau in der Region hat eine lange Geschichte. Ein Kooperationsvertrag zwischen der Ruhr-Universität Bochum, dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, der Salzburg Museum GmbH sowie dem Keltenmuseum Hallein soll nun dazu beitragen, die Funde zahlreicher Grabungen am Dürrnberg wissenschaftlich nutzbar zu machen. Weiterlesen
| Aus aller Welt

Die neuesten Artikel

Zwei römische Patrouillenboote der Erlanger Universität im Test
Rekonstruktionen historischer Schiffe im Maßstab 1:1 bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit. Mit der Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und der Danuvina Alacris entstanden in den letzten Jahren zwei Nachbauten, die den historischen Vorbildern besonders nahekommen und 500 Jahre Bootsbautradition des römischen Militärs nördlich der Alpen repräsentieren. Anhand der beiden von der Friedrich-Alexander-Universität rekonstruierten römischen Boote zeigt sich, wie solche Nachbauten wertvolle Erkenntnisse liefern können. Ein Artikel von Boris Dreyer.
ForschungAntikeRömische KaiserzeitSchifffahrtExperimentelle Archäologie
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Ältester Stahl auf der Iberischen Halbinsel
Die bronze- und eisenzeitlichen Stelen aus dem Westen der Iberischen Halbinsel gehören zu den ausdrucksstärksten symbolischen Zeugnissen der frühen Gesellschaften Westeuropas. Trotz jahrzehntelanger Forschung sind Fragen zu ihrer Chronologie und Bedeutung, insbesondere zu ihrer Herstellungsweise, noch offen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Projekt "Die iberischen Stelen der Spätbronzezeit: Ikonographie, Technologie und Wissenstransfer zwischen Atlantik und Mittelmeerraum" will diese Fragen durch einen multidisziplinären Ansatz, der explizit auch die experimentelle Archäologie einbezieht, beantworten.
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